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Rainer Golkowski

Schornsteinfegermeister

Unabhängiger Energiemakler

 SGK   Strom und Gaskontor  
Regionalleiter Ruhrgebiet
Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

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Energiecheck

Sichere Verbrennungsluftversorgung der 4 Pa-Test

Was ist eine Druckdifferenzmessung ?

Hintergrund:

Raumluftabhängige Feuerstätten dürfen zurzeit in Räumen mit Luft absaugenden Einrichtungen nicht oder nur unter Beachtung bestimmter Randbedingungen aufgestellt werden. Sofern jedoch kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann, sind Abweichungen möglich. In der Regel kann bei Raumluftabhängigen Feuerstätten ein Unterdruck von bis zu 4 Pascal als ungefährlich bezeichnet werden. Bei Raumluftunabhängigen Feuerstätten für feste Brennstoffe ist im Regelfall ein Unterdruck von bis zu 8 Pascal zulässig.

Aus diesem Grund wurden Geräte entwickelt und nach einer "Richtlinie für die Eignungsprüfung von Differenzdruckmessgeräten zur Messung von Unterdrücken in Aufstellräumen von Feuerstätten" geprüft.

Diese Differenzdruckmessgeräte zeichnen sich durch eine sehr genaue und sensible Messwerterfassung aus. Mit den Messgeräten können die Unterdrücke in den Feuerstättenaufstellräumen gegenüber der Außenatmosphäre nachvollziehbar erfasst und protokolliert werden. Die Firma Wöhler bietet ein Video zum 4 Pa-Test an, in dem das Thema anschaulich behandelt wird.

Praxis:
Wir Schornsteinfeger kontrollieren mit dem A400 und dem A600 der Firma Wöhler, einen Unterdruckgrenzwert von 4 Pascal bzw. 8 Pascal im Aufstellraum und können so den zeitlichen Verlauf für die Dauer von 5 Minuten in einem Diagramm auf dem Display darstellen und bewerten um es später auszudrucken und zu dokumentieren. Mit zwei gleich langen, flexiblen Kapillarschläuchen wird dabei die Druckdifferenz zwischen Aufstellraum und pneumatisch vom Verbrennungsluftverbund entkoppelter Referenzstelle (Außenluft, Treppenhaus) erfasst und einem Drucksensor zugeführt.
Die Kapillaren können sowohl durch die Fensterdichtung nach außen als auch durch die Türfalz bzw. das Schlüsselloch in das Treppenhaus geführt werden. Die zweite Kapillarleitung verbleibt ungekürzt im Aufstellraum.
Der Ablauf und die Vorgehensweise bei der Durchführung der Messung vor Ort enthalten sicherheitsrelevante Aspekte, die zu beachten sind.

Anlage 1 der Richtlinie: Ablauf einer Messung des Unterdrucks im Aufstellraum ist einzuhalten. Auf diese Weise ist es uns möglich Ihnen nachweislich zu offerieren ob Sie Ihre Abluftanlage mit oder ohne Sicherheitseinrichtungen betreiben können.
 



4 Pa- Messung
Die Betriebssicherheit von raumluftabhängigen Feuerstätten darf durch den Betrieb von Raumluft absaugenden Anlagen wie z. B. Lüftungs- oder Warmluftheizungsanlagen, Dunstabzugshauben, Abluft-Wäschetrockner nicht beeinträchtigt werden. Das gilt u.a. als erfüllt, wenn anlagentechnisch sichergestellt ist, dass während des Betriebes der Feuerstätten kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann.

Der Nachweis kann durch verschiedene Maßnahmen erbracht werden. Dazu gehören z. B.

oder der messtechnische Nachweis

dass bei gleichzeitigem Betrieb von Feuerstätte(n) und Raumluftabsaugender(n) Anlage(n) kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann. Welche Maßnahme zum gewünschten Ergebnis führen kann hängt im Wesentlichen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Dies sind z. B. Dichtheit der Gebäudehülle, Größe der Nutzungseinheit, Vorhandensein bzw. Dichtheit der Zwischentüren) und der Menge der durch die Raumluft absaugenden Anlagen aus der Nutzungseinheit abgesaugten Luft.

Es kann davon ausgegangen werden, dass bei wirksamen Dunstabzugsanlagen  mindestens 400 m³/h Luft abgesaugt werden (bei Abluftwäschetrocknern liegt die Luftmenge nicht wesentlich darunter, sehr starke Dunstabzugshauben saugen über 1000 m³/h Luft ab). Bei derartigen Leistungen ist in Wohnungen oder vergleichbaren Nutzungseinheiten eine Messung des Unterdrucks grundsätzlich überflüssig. Hier kann in der Regel nur eine Öffnung ins Freie, also z. B. ein gekipptes Fenster mit Fensterkippschalter die Lösung sein. Die Messung macht in einem solchen Fall also nur Sinn, wenn der Eigentümer/Betreiber der Feuerstätte unbedingt den Nachweis des zu hohen Unterdruckes haben möchte.

Der Anwendungsbereich der Messung des Unterdruckes im Aufstellraum liegt also vorrangig dort, wo die Leistung der Raumluft absaugenden Anlagen als gering eingeschätzt wird, oder besondere räumliche Gegebenheiten vorliegen, die vermuten lassen, dass der Unterdruck beim gemeinsamen Betrieb von Feuerstätte(n) und Raumluft absaugender(n) Anlage(n) den zulässigen Wert (4 bzw. 8 Pa) nicht übersteigt. Auch der Einbau eines Unterdruckwächters macht nur dort Sinn, wo davon ausgegangen werden kann, dass beim Betrieb der Raumluft absaugenden Anlagen der zulässige Unterdruck nur in wenigen Fällen oder bei Störungen überschritten wird.

Die Überprüfung, dass kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann, ist mit eignungsgeprüften Druckmessgeräten zur „Messung von Unterdrücken im Aufstellraum von Feuerstätten“ durchzuführen. Nach der Messung kann das Ergebnis ausgedruckt und bewertet werden. Liegt der Unterdruck im Aufstellraum der Feuerstätte(n) beständig unter

4 Pa bzw. bei raumluftunabhängig geprüften Feuerstätten für feste Brennstoffe unter dem im Verwendbarkeitsnachweis genannten maximal zulässigen Unterdruck (zurzeit grundsätzlich 8 Pa), ist ein sicherer gleichzeitiger Betrieb von Feuerstätte und Luft absaugender(n) Anlage(n) möglich.
 
 
Das Messergebnis stellt die Beurteilung des Momentanzustandes unter Beachtung der bei der Prüfung vorhandenen, das Ergebnis beeinflussenden Geräte (Feuerungsanlagen und Luft absaugende Anlage(n) und dem Zustand des Gebäudes (z. B. Fenster und Türen) dar. Bei einer Änderung der Feuerstätte an weiteren beeinflussenden Geräten oder am Gebäude ist eine erneute Bewertung erforderlich.

weitere Informationen anfordern

Displayanzeige eines typischen Druckverlaufs eines 4 Pa-Tests
Zur Orientierung ist im Diagramm alle 30 Sekunden eine Hilfslinie eingetragen. Nach maximal 4 Minuten stoppt die Messung automatisch.







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