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Rainer Golkowski

Schornsteinfegermeister

Unabhängiger Energiemakler

 SGK   Strom und Gaskontor  
Regionalleiter Ruhrgebiet
Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

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Energiecheck

Drucktests an Abgasleitungen

In der DIN EN 1443 Abgasanlagen - Allgemeine Anforderungen sind Grenzwerte für die Dichtheit verschiedener Abgasanlagetypen festgelegt worden. Bei Brennwertanlagen werden die Abgase mit Hilfe von Gebläsen oder Ventilatoren ins Freie transportiert. Hierbei entsteht ein Überdruck innerhalb der Abgasanlage. Eventuelle Undichtigkeiten in den Abgasleitungen würden also zum Austritt giftiger Abgase in die Raumluft führen.

Wir prüfen für Sie an Ihrer Brennwert-Feuerstätte die ausreichende Dichtigkeit der Abgasleitung mit einem speziellen Abgasleitungs- Dichtheitsprüfgerät vom Typ DP 200 der Firma Ress.

Dazu wird die Abgasleitung beidseitig verschlossen und mit dem Druckprüfgerät ein Überdruck von 200Pa in der Leitung erzeugt und die maximale Leckrate ermittelt. Während der Messung können die Messwerte kontinuierlich im Display verfolgt und abgelesen werden. Über eine Infrarotschnittstelle werden die Messwerte auf einen Infrarot- Drucker übertragen und  zur Dokomentation sofort vor Ort ausgedruckt .

Die Druckprüfung ist das zuverlässigste Verfahren zum Nachweis der ausreichenden Dichtigkeit von modernen Brennwert-Abgasleitungen.

Abgasanlagen müssen je nach Anwendungszweck bestimmte Dichtigkeitsanforderungen erfüllen. Dazu sind sie in unerschiedliche Druckklassen eingeteilt. Schornsteine müssen der Druckklasse N1 oder N2 entsprechen. Abgasleitungen erfordern im Regelfall eine Dichtigkeit entsprechend der Druckklasse P1 oder P2. Blockheizkraftwerke oder Abgasleitungen im Hochdruck müssen der Druckklasse H1 oder H2 entsprechen.

Übersicht der Druckklassen entsprechend DIN V 18160-1

Druckklasse

Die Druckklasse gibt an, welche Leckrate das Bauprodukt bei dem in Tabelle 4 angegebenem Prüfdruck aufweisen darf, für welche Betriebsweise das Produkt geeignt ist und wie das Produkt verwendet werden darf.

Klasse

Leckrate in

l * s-1 *m-2

Prüfdruck

in Pa

Betriebsweie

Verwendung

 N1

 2,0

 40

Unterdruck

im Gebäude/im Freien

 N2

 3,0

 20

Unterdruck

im Gebäude/im Freien

 P1

0,006

 200

Über-/Unterdruck1)

im Gebäude/im Freien

 P2

0,120

 200

Über-/Unterdruck1)

im Freien3)

 H1

0,006

 5000

Über-/Unterdruck2) 

im Gebäude/im Freien

 H2

0,120

 5000

Über-/Unterdruck2)

im Freien3)

Quelle: DIN 18 160 P. 5.1.3

1) Überdruck max. 200 Pa

2) Überdruck max. 5000 Pa

3) Bei Unterdruck auch im Gebäude

Leckrate: Liter / (Sekunde * m² innere Oberfläche)

Durchführung einer Dichtigkeitsprüfung

Zur Prüfung der Betriebsdichtigkeit von Schornsteinen oder Abgasleitungen verwenden wir ein Dichtigkeitsprüfgerät.

Vor Beginn der Prüfung wird die innere Oberfläche der Abgasanlage ermittelt. Diese ergibt sich aus dem inneren Umfang und der Länge. Danach errechnen wir die maximal zulässige Leckrate. Der nächste Schritt ist das endseitige Abdichten der Abgasanlage mit auf den Anlagenquerschnitt abgestimmten Abdichtblasen. Das Messgerät wird in Betrieb gesetzt und der Verdichter beginnt Luft in die abgedichtete Anlage zu pumpen. Bei Erreichen des erforderlichen Prüfdruckes wird dieser beibehalten. Das weitere zuführen von Luft zur Aufrechterhaltung des Prüfdruckes, stellt die Leckrate der Abgasanlage dar. Diese wird mit dem erreichten Wert verglichen. Der Vergleich von gemessenem Ist- und errechnetem Sollwert, nach Ausführung der Arbeiten, ermöglicht nun eine Aussage über die Einhaltung der erforderlichen Betriebsdichtigkeit der verwendeten Abgasanlage.

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